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Sodenhaus Firdgum

Am 6. November 2015 wurde das Sodenhaus in Firdgum neu eröffnet. Es ist eine Reconstruktion eines frühmittelalterlichen Sodenhauses. Es ist ein Bestandteil des Archäologischen Stützpunktes im Yeb Hettinga Museum in Firdgum und ist während der Öffnungszeiten des Museums zu besichtigen.

Thesis Kai Niederhöfer

In dieser Studie, 'Archäologische Fundstellen im ostfriesischen Wattenmeer, Siedlungsgeschichte einer untergegangenen Landschaft bis 1570,  wurden die kulturellen Hinterlassenschaften im ostfriesischen Wattenmeer und auf den ostfriesischen Inseln vom Mittelpaläolithikum bis zur Vierten Allerheiligenflut am 01.11.1570 mit ihren letzten großen Landverlusten gesammelt. Sie beginnt mit einer Auswertung der Daten zu Meeresspiegelentwicklung und Küstenentwicklung und historischer Überlieferung.


Der Fokus lag neben der Katalogisierung der Funde in einem auf der CD-ROM enthaltenen Katalog von über 150 Bestandsnummern und deren Analyse vor allem auf der Auswertung der Fundstellendokumentationen. Die Keramikinventare der Siedlungsplätze, die teils durch Wurten bzw. später Deiche geschützt waren, sind mengenmäßig und für die Bestimmung der jeweiligen Siedlungsdauer am wichtigsten. In einer abschließenden Synthese wurden die Ergebnisse der drei Teilstudien zusammengeführt und ein Rekonstruktionsversuch der Siedlungsgeschichte der untergegangenen Landschaft unternommen.


Die Funde umfassen Steinobjekte, Metallobjekte, und Knochenobjekte, Münzen und vor allem Keramik, für deren Entwicklung damit zugleich ein diachroner Überblick entstanden ist. Sie zeigen teils weitreichende Fernkontakte an.